ÖKO-TEST AG

Die ÖKO-TEST AG gibt seit 1985 das Verbrauchermagazin „ÖKO-TEST“ heraus. Die Auflage liegt angeblich bei deutlich mehr als 100.000 Exemplaren. Hauptaktionärin soll die GLG Green Lifestyle GmbH mit einer Beteiligung von etwa 67,99 % der Aktien sein. Dabei handelt es sich um eine 100 % Beteiligung der Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (ddvg), eine Medienbeteiligungsgesellschaft der SPD.

Seit geraumer Zeit steht „ÖKO-TEST“ aber selber in den Schlagzeilen. Es geht um Verluste in China, die über eine Cavete Global Limited in Hongkong sowie eine Cavete Consulting Limted in Peking angefallen sein sollen. Immerhin interessiert sich jetzt die Staatsanwaltschaft Frankfurt für die hier geleisteten Zahlungen. Dazu soll es Hausdurchsuchungen beim der ÖKO-TEST AG sowie der DDVG und weiteren Personen gegeben haben. Die wesentlichen Presseberichte stellen wir auf einer Unterseite zusammen. Auf einer weiteren Unterseite bieten wir Aktionären, die nicht an der Hauptversammlung am 19.08.2019 teilnehmen können, eine Vertretung auf Weisungsgrundlage an.

Hauptversammlung am 19. August 2019

In der Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Öko-Invest aus Wien wird die VzfK die Aktionäre der ÖKO-TEST AG auf der anstehenden Hauptversammlung unterstützen.

  • Max Deml, langjähriger ÖKO-TEST-Aktionär und Chefredakteur der Zeitschrift Öko-Invest, stellt den Gegenantrag, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat auf einen späteren Zeitpunkt zu vertagen. Erst wenn die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft bzw. eines Sonderprüfers nach § 142 AktG vorliegen, besteht eine Entscheidungsgrundlage.
  • Die VzfK bietet den Aktionären für die Hauptversammlung am 19.08.2019 eine Vertretung mit Weisungen für die Abstimmung an. Eine entsprechende Vollmacht gibt es auf unserer Sonderseite zum Download.
  • In der Rede wird die VzfK die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Haftung von Vorstand und Aufsichtsrat ansprechen. Die Entscheidung „ARAG-Garmenbeck“ (Urteil vom 21.04.1997 – II ZR 175/95, BGHZ 135, 244) regelt z.B. die Organpflichten im Haftungsfall grundlegend. Eine erst kürzlich ergangene weitere Entscheidung zeigt die Grundsätze zur Kettenverjährung (Urteil vom 18.09.2018 – II ZR 152/17) auf. Im Hinblick auf die Veranlasserhaftung aus § 117 AktG stehen somit auch die Verantwortlichen bei der DVVG vor der Aufgabe, dass die von ihr gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats diesen Pflichten umfassend und vor Ablauf der Verjährung nachkommen.
  • Die VzfK wird auf der Hauptversammlung auch fragen, welche Möglichkeiten die ÖKO-TEST AG für einen Verkauf bzw. Kauf von Aktien durch Kleinaktionäre sieht.